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Christina Hofmann

Dominanz, Hingabe & das Geheimnis der Körperweisheit

Mit Heil­prak­ti­ke­rin und Him­mels­schwes­ter Chris­ti­na Hof­mann spre­che ich über die Kraft bewuss­ter Berüh­rung, über Ritua­le, die tie­fer gehen als Wor­te – und dar­über, wie BDSM zu einem Heil­raum wer­den kann.
Wir reden über Domi­nanz, über Hin­ga­be, über die lust­vol­le Magie kla­rer Gren­zen – und über das Zusam­men­spiel von Spiel und Tie­fe in unse­rer gemein­sa­men Arbeit.
Ein Gespräch zwi­schen sinn­li­cher For­schung und the­ra­peu­ti­scher Klar­heit.


👉 Für alle, die wis­sen: Mein Kör­per lügt nicht – und zeigt mir den Weg.

7 Antworten

  1. Lie­be Chris­ti­na,
    vie­len Dank für die vie­len Ein­bli­cke in dein umfas­sen­des lust­vol­les Wir­ken. Jetzt kann ich mir noch genau­er vor­stel­len wie du in den Fel­dern arbei­test, die ich von dir noch nicht kann­te. Bewuss­tes Spie­len, das ist wirk­lich eine schö­ne Inspi­ra­ti­on für das Leben. Auch dass das inne­re Kind es leicht haben will nehm ich mit.
    Ich dan­ke euch bei­den für das schö­ne Inter­view

  2. eijei­jei. das ist nun wirk­lich der bereich der psy­cho­pa­tho­lo­gie. wenn jemand einen bedarf an schmerz hat, hat er eigent­lich einen bedarf an the­re­a­pie.
    da lie­gen alte trau­ma­ti­sche erfah­run­gen im hin­ter­grund. die kann man klä­ren ohne wie­der­ho­lungs­sze­na­ri­en.

    1. Lie­ber Man­fred,
      dan­ke für dei­nen Bei­trag.

      Ich möch­te dazu eine wich­ti­ge Dif­fe­ren­zie­rung ein­brin­gen:
      Ein­ver­nehm­li­cher, bewusst gestal­te­ter Schmerz im BDSM-Kon­text ist etwas völ­lig ande­res als trau­ma­ti­sche Wie­der­ho­lung.
      Hier geht es nicht um Ohn­macht, son­dern um Wahl­frei­heit, kla­re Gren­zen, Kon­sens, Kon­takt und jeder­zei­ti­ges Stop­pen.

      Vie­le Men­schen erle­ben gera­de durch die­se bewuss­ten Set­tings einen Zugang zu ihrem Kör­per, zu Emo­tio­nen oder zu eige­ner Stär­ke – oft heil­sa­mer, als rei­ne Gesprächs­the­ra­pie es leis­ten kann.
      Das ist natür­lich nicht für jeden der pas­sen­de Weg, aber es ist kein Hin­weis auf Psy­cho­pa­tho­lo­gie.
      Rich­tig gehal­ten, kann es sogar ein sehr wür­de­vol­ler und trans­for­mie­ren­der Pro­zess sein.

      Dan­ke für dei­nen Impuls.
      Aria­ne

    2. mein punkt ist, dass ein kör­per kei­nen schmerz braucht.
      man­che psy­che viel­leicht schon.
      das kann aber ele­gant ander­wei­tig geheilt wer­den.
      der kör­per ist zu lie­ben und zu pfle­gen. ums anschau­lich zu machen: eine heil­prak­ti­ke­rin hat­te ein s‑m-ver­hält­nis mit einem kir­chen­mann.
      eines tages erkann­te sie, dass sie zur zeit der hexen­ver­bren­nung ein­ge­sperrt war und ein kir­chen­mann sie auf­such­te und miß­brauch­te.
      d.h. so lan­ge sie miß­braucht wird, so lan­ge lebt sie.
      als sie den zusam­men­hang erkann­te, war schluß mit s‑m.
      liebt eure kör­per.

        1. Lie­be Bir­ge,

          eine wich­ti­ge Fra­ge.

          Ob die­se Frau in der S/M‑Beziehung hät­te Hei­lung erfah­ren kön­nen, hängt kom­plett vom Rah­men ab:
          gab es ech­ten Kon­sens, kla­re Gren­zen, Wahl­frei­heit, Kon­takt – oder war sie in einem alten Mus­ter gefan­gen?

          BDSM kann heil­sam sein, wenn es bewusst, sicher und in Selbst­macht gestal­tet wird.
          Es kann retrau­ma­ti­sie­ren, wenn jemand unbe­wusst eine frü­he­re Dyna­mik wie­der­holt.

          In der Geschich­te, die Man­fred beschreibt, lag offen­bar ein altes Trau­ma zugrun­de, das erst spä­ter bewusst wur­de. In genau die­ser Kon­stel­la­ti­on war es wohl nicht der rich­ti­ge Raum für Hei­lung.
          In ande­ren – gut gehal­te­nen – Set­tings wäre es durch­aus mög­lich gewe­sen.

          Herz­li­che Grü­ße
          Aria­ne

      1. Lie­ber Man­fred,

        dan­ke, dass du dei­ne Per­spek­ti­ve wei­ter aus­führst.

        Viel­leicht ist es hilf­reich, hier noch eine wich­ti­ge Unter­schei­dung ein­zu­brin­gen:
        Was ist Schmerz – und wovon spre­chen wir eigent­lich im BDSM-Kon­text?

        Beim ein­ver­nehm­li­chen BDSM geht es in der Regel nicht um „ech­ten“ Schmerz im medi­zi­ni­schen oder ver­let­zen­den Sin­ne.
        Es geht um das, was vie­le als Wohl-Weh beschrei­ben: eine inten­si­ve, aber siche­re kör­per­li­che Erfah­rung, die Prä­senz schafft, Gren­zen fühl­bar macht und den Kon­takt zum eige­nen Kör­per ver­tieft.

        Nichts holt einen so unmit­tel­bar in den jet­zi­gen Moment zurück wie ein kla­rer, bewusst gesetz­ter Impuls – sei es ein Schlag, ein Druck oder eine geziel­te Inten­si­tät.
        Das ist kein Angriff, son­dern ein bewuss­ter Anker in den Kör­per, gewählt aus Frei­heit, Neu­gier und Kon­takt.

        Der ent­schei­den­de Punkt ist für mich also nicht der Impuls selbst, son­dern:
        Frei­wil­lig­keit, Wahl­frei­heit, Kon­sens, Ner­ven­sys­tem­re­gu­la­ti­on, kla­re Gren­zen und jeder­zei­ti­ges Stop­pen.

        Das, was du beschreibst – trau­ma­ti­sche Wie­der­ho­lung – exis­tiert natür­lich.
        Aber es ist nicht das­sel­be wie bewusst gestal­te­ter BDSM.
        Man­che lösen alte Mus­ter tat­säch­lich in sol­chen gehal­te­nen Räu­men auf, weil sie eine frü­he­re Ohn­macht heu­te in vol­ler Prä­senz und Selbst­macht erle­ben kön­nen. Ande­re gehen die­sen Weg ohne kör­per­li­che Inten­si­tät. Bei­des ist mög­lich und gut.

        Ich wür­de also nicht sagen:
        „Wer Schmerz will, ist trau­ma­ti­siert.“
        Son­dern eher:
        „Es kommt dar­auf an, war­um jemand etwas sucht – und wie der Raum gestal­tet ist.“

        Dan­ke, dass du dem The­ma Tie­fe gibst.

        Aria­ne

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